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Mediensucht: Ab wann wird „Online-Sein“ zum Problem?

Das Internet gehört für uns alle zum Alltag - aber wann wird das tägliche Chatten, Posten und Spielen zur Sucht? 

„Digital Junkies“

Menschen, die von Online-Sucht betroffen sind, sind von einem Zwang getrieben, den sie nur noch schwer kontrollieren können. Das ist typisch für jede Form von Sucht. Digital Junkies haben also die Kontrolle über ihre Mediennutzung verloren. Mediensucht gilt als sogenannte Verhaltenssucht. Eine exakte und einheitliche Definition einer Online- oder auch Mediensucht gibt es bisher nicht. 

Denn: Von Mediensucht zu sprechen, ist grundsätzlich schwierig. Die Sucht nach Medien ist noch nicht offiziell als Krankheit anerkannt. Krankhafte Mediennutzung lässt sich nicht allein an der Zeit messen. Wichtig ist vor allem, inwieweit es durch die Online-Nutzung zu gesundheitlichen, leistungsbezogenen, sozialen oder emotionalen Problemen kommt. 

Instagram, YouTube, WhatsApp & Co können süchtig machen
2018 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Kriterien für eine Computerspielsucht offiziell festgeschrieben. Damit wird jedoch nur ein Teilbereich des breiten Medienspektrums abgedeckt. Hinzu kommen viele weitere Anwendungen wie Messenger (z.B. WhatsApp), Soziale Netzwerke (wie Instagram) oder Videoportale (wie YouTube). Auch diese Angebote können durchaus süchtig machen – das ist zumindest das Ergebnis einer Forsa-Studie aus dem Jahr 2018 im Auftrag der Krankenkasse DAK.

Kurzer Check: Bist Du ggfs. von Online-Sucht betroffen?

Unser Check kann Dir zeigen, ob Dein Verhalten bereits Anzeichen einer Sucht hat. Es ersetzt aber keine professionelle Einschätzung.

  1. Vernachlässigst Du Deine Freund*innen, die Schule oder Dich selbst, um Online-Games zu zocken, Deine Social-Media-Kanäle zu checken, bei WhatsApp zu chatten, oder Videos bei YouTube anzuschauen? 
  2. Denkst Du an z.B. an Social Media, Games & Co, auch wenn Du Dein Smartphone gerade nicht nutzt?
  3. Hast Du ein großes Verlangen weiterzuspielen, zu chatten oder zu surfen und kannst dem Drang nicht widerstehen?
  4. Suchst du nach Ausreden, um weiter online sein zu können?
  5. Nutzt Du das Internet als Kanal für Deine Gefühle, zum Beispiel um Stress, Wut oder Traurigkeit zu verdrängen?
  6. Hast Du Entzugserscheinungen, wenn Du mal keinen Zugang zu Deinem Smartphone, Tablet oder Laptop hast, wie zum Beispiel Schlafstörungen, Gereiztheit und Schweißausbrüche?
  7. Kommt es nach Zeiten, in denen Du einmal nicht gesurft hast, wieder zur starken Nutzung?
  8. Gab es in der Schule, bei der Ausbildung oder Zuhause mit Freund*innen, Eltern oder Lehrer*innen öfter Streit, weil Du nicht auf Deine Online-Aktivitäten verzichten kannst?
  9. Hast Du eventuell auch körperliche Probleme wie Fehlhaltungen, Verwahrlosung, Übergewicht, Rücken- oder Kopfschmerzen?

Bei diesen Anzeichen wäre es gut, wenn Du Dein Online-Verhalten überdenkst und änderst.

Diese vier Tipps können Dir dabei helfen:

  1. Frage Dich, was Dir offline wichtig ist, und versuche wieder bewusst mehr Zeit dafür einzuplanen.
  2. Setze Dir feste Zeiten und Regeln für Deine Online-Nutzung, um diese besser unter Kontrolle zu bekommen. Und sprich mit anderen darüber – sie können Dir helfen, auf die Einhaltung Deiner Regeln zu achten.
  3. Finde heraus, weshalb die Online-Welt in Deinem Leben so wichtig geworden ist und was Du in Deinem realen Leben ändern musst. 
  4. Hol Dir Hilfe. Es gibt professionelle Beratungsstellen, die Du z. B. hier oder hier finden kannst: Die Caritas bietet Suchtberatung online an. 

Quellen:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/o/online-sucht.html
https://www.schau-hin.info/sicherheit-risiken/mediensucht-wann-ist-viel-zu-viel
https://www.schau-hin.info/studien/studie-mehr-als-100000-teenager-suechtig-nach-social-media
https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/sucht/onlinesucht-2015702
https://www.caritas.de/hilfeundberatung/ratgeber/sucht/computersucht/tipps#Beratung
https://www.mediclin-badwildungen.de/Home/Themen/Medizin/Akutpsychosomatik-Jugendliche/Gesundheitslexikon/I/Internetsucht.aspx
https://www.mediclin.de/Zielgruppen/P-A/Patienten-und-Angehoerige/Im-Fokus/Mediensucht/Mediensucht-10-Fragen.aspx

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