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Cybergrooming – sexuelle Anmache im Internet

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Nicht viel ... Ich spiele z.B. Handball. Macht echt Spaß! Und du? :-)
(...)

Bist Du allein?
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Jeans und ein T-Shirt ...
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Was ist Cybergrooming?

Ein nettes Gespräch, unverfängliche Themen – so geht es meistens los. Doch leider bleibt es nicht dabei. Gespräche in Sozialen Netzwerken wie Instagram und TikTok oder über Chat-Funktionen in Online-Games entwickeln sich oft zu einer sexuellen Anmache im Internet: Cybergrooming. "Grooming" (englisch: anbahnen, vorbereiten) ist der Fachbegriff für unterschiedliche Handlungen, die einen sexuellen Missbrauch vorbereiten. Die Täter*innen gehen strategisch vor: Sie suchen den Kontakt zu jungen Menschen, erschleichen sich ihr Vertrauen, binden sie emotional an sich und sorgen dafür, dass sie niemandem davon erzählen.

Cybergrooming: weit verbreitete Online-Gefahr

Meistens sind es Erwachsene mit sexuellem Interesse an Kindern oder Jugendlichen (sog. "Pädosexuelle" oder "Pädokriminelle"), die versuchen, in Chats oder Sozialen Netzwerken das Vertrauen zu diesen aufzubauen. Das ist meistens sehr einfach, denn in den Profilen sind persönliche Informationen wie Hobbys oder auch der Musikgeschmack einsehbar. Außerdem müssen sich die Täter*innen kaum Sorgen machen, dass sie entdeckt werden: Im Internet ist man ganz leicht unbeobachtet. Die Anonymität im Netz ermöglicht es außerdem, persönliche Angaben so zu verfälschen, dass Jugendliche zum Beispiel denken, sie würden mit Gleichaltrigen chatten. Durch die aktuelle Anpassung des Jugendschutzgesetzes könnten Kinder und Jugendliche bald zumindest etwas mehr Schutz bekommen.

Nach und nach verwickeln die Täter*innen die Opfer in sexuelle Gespräche oder Handlungen. Oft fühlen sich die Opfer zuerst geschmeichelt, wenn ihnen zum Beispiel Komplimente zum Profilfoto gemacht werden. Wenn das Gespräch dann aber in die sexuelle Richtung abdriftet, sind sie entweder überrumpelt oder neugierig, weshalb sie das Gespräch nicht sofort beenden. Die ganz normale jugendliche Neugier wird von den Erwachsenen im Internet ausgenutzt. Und das möglicherweise entstehende Schamgefühl spielt den Täter*innen in die Karten. 

 

Mögliche Folgen von Cybergrooming

Bei Cybergrooming werden Kinder und Jugendliche mit sexuellen Inhalten konfrontiert, mit denen sie eventuell noch nicht umgehen können. Sie selbst haben den sexuellen Kontakt von sich aus nicht gesucht und im realen Leben vielleicht noch keine oder nur wenige Erfahrungen damit gemacht. Tiefe Verunsicherung ist oft die Folge solcher Annäherungen durch Pädosexuelle.

Auch bleibt es manchmal nicht beim Chat-Gespräch. Wenn der erste Kontakt erstmal hergestellt ist, wollen die Pädokriminellen meist auf Messenger wie etwa Skype wechseln, wo Kinder und Jugendliche dann auch vor zugeschickten Nacktbildern, Links zu Pornoseiten und der Livekamera nicht mehr sicher sind. Eventuell werden sie selbst auch dazu aufgefordert, freizügige Bilder von sich zu verschicken. Diese Handlung nennt man Sexting. Die Bilder können dann vom/von der Täter*in als Druckmittel eingesetzt werden. 

Ein nächster, noch gefährlicherer Schritt ist dann der Vorschlag eines Treffens – nicht in der virtuellen, sondern in der realen Welt.

Tipps: So kannst Du Dich vor Cybergrooming schützen

  1. Vertraue nicht jedem! Gegen ein nettes Gespräch im Netz ist nichts einzuwenden. Achte aber darauf, nicht jedem blind zu vertrauen, den Du online kennenlernst. Du kannst nicht wissen, wer sich wirklich hinter dem Profil versteckt und was für Absichten er oder sie hat.
  2. Geh sparsam mit Deinen persönlichen Daten um und schütze Deine Online-Profile (z.B. durch Privatsphäre-Einstellungen), damit nicht jede*r Dich kontaktieren und sehen kann, wie alt Du bist oder was Deine Lieblingsserie ist.
  3. Bleibe in öffentlichen Chats und vermeide es, in private Chats zu wechseln. Wenn jemand sehr schnell mit Dir allein sein will, könnte das ein Anzeichen dafür sein, dass er oder sie den sexuellen Kontakt sucht.
  4. Verschicke keine Fotos oder Videos. Was einmal verschickt und im Netz ist, ist nur schwer wieder zurück zu bekommen. Du hast dann nicht mehr in der Hand, was damit passiert.
  5. Lasse Dich nicht auf ein reales Treffen ein! - Erst recht nicht allein an einsamen Orten. Die Situation könnte wirklich gefährlich für Dich werden!

Hilfe bei Cybergrooming

Falls Du bereits Erfahrungen mit Cybergooming gemacht hast und Hilfe suchst, wende Dich am besten an eine Vertrauensperson wie deine Eltern oder Freund*innen. Du brauchst Dich nicht zu schämen, viele haben dieselbe Erfahrung gemacht wie Du. Und: Du bist nicht schuld! Schuld ist allein der/die Täter*in.

Falls Dir die Situation doch zu unangenehm ist, kannst du Dich jederzeit anonym via WhatsApp oder das Online-Formular bei unseren JUUUPORT-Scouts melden. Sie sind extra für die Beratung ausgebildet.

Auch am Opfertelefon des Weißen Rings findest Du Hilfe.

Solltest Du Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sein, kannst Du Dir beim Hilfetelefon Sexueller Missbrauch Hilfe holen.

Mache am besten Screenshots vom Chat-Verlauf. Sie können später als Beweise dienen. 

Kontaktiere außerdem die Betreiber*innen der Website (unter „Kontakt“ oder „Impressum“ findet man meistens eine Kontaktmöglichkeit) oder der App und melde die Person, die Dich belästigt hat.

Im letzten Schritt kannst Du (ggfs. gemeinsam mit Deinen Eltern) zur Polizei gehen und Anzeige erstatten. Denn: Jede Handlung mit Minderjährigen, die die Absicht einer sexuellen Handlung verfolgt, ist in Deutschland strafbar. Dabei ist es völlig egal, ob der Kontakt auf der Straße oder im Internet stattfindet.

 

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