Chatverläufe erkennen und handeln

Von harmlosen Nachrichten zu gefährlichen Absichten

Cybergrooming bezeichnet den gezielten Versuch, über digitale Medien sexuelle Kontakte mit Minderjährigen anzubahnen. Täter:innen suchen dabei bewusst Orte auf, an denen sich junge Menschen online aufhalten – etwa Chats, soziale Netzwerke oder Online-Spiele. Dort nehmen sie Kontakt auf, bauen Schritt für Schritt Vertrauen auf und versuchen, Kinder oder Jugendliche zu beeinflussen oder zu manipulieren.

Das Gefährliche daran: Cybergrooming beginnt oft unauffällig. Selbst harmlose Gesprächseinstiege können sich langsam zu problematischen Inhalten entwickeln – manchmal so schleichend, dass Betroffene es zunächst gar nicht bemerken.

Du brauchst Hilfe?

Wenn du von Cybergrooming betroffen bist, zögere nicht: Sprich darüber, hol dir Unterstützung und nutze Beratungsangebote wie JUUUPORT – anonym, kostenlos und von jugendlichen Scouts auf Augenhöhe.

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Typische Chatverläufe: So gehen Täter:innen vor

Cybergroomer folgen oft bestimmten Mustern, um ihr Ziel zu erreichen. Häufige Vorgehensweisen sind:

  • Kontaktaufnahme über soziale Netzwerke, Chats oder Online-Spiele.
  • Vortäuschen von Gleichaltrigkeit oder besonderem Verständnis für deine Probleme.
  • Aufbau von Vertrauen durch Komplimente, Aufmerksamkeit oder kleine Geschenke.
  • Verlagerung der Kommunikation in private, schwer kontrollierbare Kanäle wie WhatsApp, Snapchat oder Instagram.
  • Anbahnung sexueller Gespräche und Forderungen nach intimen Bildern oder Videos.

Warnsignale erkennen – worauf du achten solltest

Es gibt typische Anzeichen, die dich hellhörig machen sollten:

  • Übermäßig viele Komplimente oder starkes Interesse an deinem Alltag.
  • Fragen nach persönlichen Daten, Fotos oder Videos.
  • Versprechen von Geschenken, besonderen Vorteilen oder einer großen Karriere.
  • Aufforderungen, eure Kommunikation geheim zu halten.
  • Drohungen oder Erpressung, wenn du Forderungen nicht erfüllst.

Typische Cybergrooming Chatverläufe

Diese Chatverläufe sind nachgestellt und nur zu Präventions- und Aufklärungszwecken erstellt worden.

Was du tun kannst – Tipps für den Ernstfall

Wenn du den Verdacht hast, dass ein Chatverlauf in Richtung Cybergrooming geht, solltest du sofort handeln:

  • Sichere Beweise – mache Screenshots von Nachrichten, Profilen und Chatverläufen.
  • Brich den Kontakt ab und blockiere die Person.
  • Vertraue dich jemandem an, z. B. Eltern, Lehrkräften oder Freund:innen.
  • Melde den Vorfall auf der Plattform und erstatte bei Bedarf Anzeige.
  • Hol dir professionelle Unterstützung, z. B. in unserer Online Beratung:

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Gemeinsam gegen Cybergrooming

Cybergrooming kann in harmlos wirkenden Chats beginnen – doch wer die Warnsignale kennt, kann schneller reagieren.
Aufklärung, Aufmerksamkeit und der Mut, Hilfe zu suchen, sind entscheidend, um Täter:innen zu stoppen.

👉 Sprich darüber, sichere Beweise und suche Unterstützung – gemeinsam sind wir stärker.