
Wie funktioniert dein Feed?
YouTube, TikTok und Instagram haben alle dasselbe Ziel: Du sollst so lange wie möglich auf der Plattform bleiben. Der Algorithmus lernt, mit welchen Inhalten das bei dir am besten funktioniert. Dabei kommt es nicht nur darauf an, was du likest und teilst, sondern auch, welche Beiträge du dir länger anschaust und welche Themen dich immer wieder fesseln.
Oft sind das nicht nur Inhalte, die uns guttun. Inhalte, die uns wütend oder Angst machen, können genauso unsere Aufmerksamkeit fesseln. Das kann dazu führen, dass du beim Scrollen in eine richtige Abwärtsspirale gerätst. Auch Trends und das Verhalten von Nutzer:innen, mit denen du viel interagierst, spielen eine Rolle. Wenn zum Beispiel viele deiner Freund:innen auf Instagram ein Reel liken, ist es sehr wahrscheinlich, dass es auch in deinem Feed landet.
Gefangen in der Bubble
Jeder Feed ist einzigartig. Welche Inhalte du siehst, hängt von deinen Interessen und Ansichten ab. Das nennt man Filterblase. Erst mal ist das nicht schlecht und kann sogar dafür sorgen, dass dir ein paar toxische Trends auf der For You Seite erspart bleiben.
So kann die Bubble gefährlich werden
Die Bubble kann zu einem verzerrten Bild von der Realität führen. Wenn wir online nur Posts von Leuten sehen, die unsere Ansichten teilen, glauben wir, dass das auf die meisten Menschen zutrifft. Auch der Eindruck, dass alle anderen ein aufregenderes Leben haben und zum Beispiel ständig im Urlaub sind, kann entstehen.
Filterblasen können auch richtig toxisch werden. Personen mit Essstörungen können z.B. in einer Filterblase landen, die sich nur um Kalorien dreht. Personen, die dabei sind, sich zu radikalisieren, sehen nur noch Inhalte, die ihre Weltsicht bestätigen und Personen, die informiert bleiben wollen, geraten in einen Sog aus schlechten Nachrichten.
Lass die Bubble platzen!
Es kann sinnvoll sein, die Filterblase immer mal wieder platzen zu lassen und gezielt nach Themen zu suchen, über die du sonst nicht so viel siehst.

Dein Feed gehört dir!
Oft wirkt es so, als würden Algorithmen allein steuern, was uns angezeigt wird und was nicht. Aber dein Feed gehört dir und du kannst ihn aktiv gestalten. Diese fünf Tipps können dir dabei helfen:
- Folge nur Accounts, die dir guttun.
- Prüfe ab und zu, wem du folgst und ob du das noch möchtest.
- Nutze die Following-Seite statt nur den For You Feed.
- Nutze die „Kein Interesse“-Funktion: Tippe bei TikTok lange auf den Bildschirm, um weitere Funktionen zu sehen. Anschließend markierst du das Video mit „Kein Interesse“. Der Algorithmus zeigt dann weniger Inhalte, die dem markiertem ähneln. Bei Instagram heißt die Funktion Verbergen. Du findest sie, wenn du auf die drei Punkte über einem Beitrag klickst.
- Beobachte und reflektiere, welche Themen du dir besonders häufig anschaust und warum.

Abschalten tut gut!
Achte darauf, wie du dich beim Scrollen fühlst und lege regelmäßige Social Media Pausen ein. In der Zeit kannst du dich anderen Hobbys widmen, die nichts mit deinem Handy zu tun haben. Wenn dich online etwas belastet, musst du damit nicht allein bleiben. Wenn du dich mit etwas auf Social Media unwohl fühlst oder merkst, dass es dir immer schwerer fällt, die Apps zu schließen und abzuschalten, kannst du dich jederzeit in der Beratung von JUUUPORT melden!