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Mit dem Smartphone um die Welt - TEIL 1

Entfernungen heute

Was bedeuten Entfernungen heute noch, wenn man durch eine Nachricht mit jeder/jedem auf der Welt jederzeit verbunden sein kann? Was heißt es, zu reisen, wenn man mit einem Blick aufs Handy überall sein bzw. mit dabei sein kann. Was bedeutet es alleine zu sein? Kann man überhaupt noch alleine sein?

Das Smartphone als ständiger Begleiter

Natürlich ist bei einem Auflandsaufenthalt das Handy eines der wichtigsten Gepäckstücke, nicht nur weil Du darüber mit Deinen Freunden zuhause in Kontakt bleiben kannst, sondern auch, um Bustickets zu buchen, E-Mails zu checken, mal eben den Google-Übersetzer zu fragen oder Dich von Google Maps zum Hostel leiten zu lassen. Es ist Dein ständiger Begleiter, der alles dokumentiert und gleichzeitig eine ständige Erinnerung daran, dass Deine Freunde zuhause sind, weit weg, und vermutlich darauf warten, von Dir zu hören.

Und Du siehst die Bilder, Bilder über WhatsApp, Posts über Instagram und Snaps über Snapchat. Siehst, was all Deine Leute ohne Dich machen. Alles, was Du mit ihnen hättest machen können, und alles, was Du nun verpasst, weil Du Dich entschieden hast, einmal um die Welt zu fliegen und ein Abenteuer zu erleben.

Unabhängig sein und neue Erfahrungen sammeln

Videochat, Telefonchat, Sprachnachricht oder nur Nachrichten: Es gibt so viele Wege, mit allen Leuten in Kontakt zu bleiben. Doch gerade wenn man es am meisten braucht, bleibt das Handy oft stumm. Denn wenn bei mir in Neuseeland Tag ist, ist zuhause Nacht. Und auch wenn es manchmal nicht so erscheint, ist es vielleicht ein unverhoffter Segen. So bin ich wenigstens für einige Stunden am Tag alleine, spüre die Entfernung und kann frei reisen und neue Erfahrungen machen. Es ist vielleicht die einzige Zeit am Tag, in der ich wirklich unabhängig bin und meine Verbindungen nach Hause vergesse, weil diese schlafen. 

Ab und zu Telefonieren statt ständig chatten

Gleichzeitig habe ich gerade mit meinen engeren Freund*innen festgestellt, dass das typische Chatten schwierig ist, um das Erlebte zu besprechen. Deshalb haben wir uns darauf geeinigt, alle paar Wochen zu telefonieren und uns auf den neusten Stand zu bringen. Natürlich wird ab und zu auch mal casual hin und her geschrieben, aber eher weniger, denn das, was man erlebt, kann man nicht in ein paar kleinen Nachrichten erzählen – das würden ganze Romane werden. Da wünscht man sich fast, dass typische alte Briefeschreiben zurück …

In Teil 2 erfahrt Ihr, warum es Carolin in Neuseeland nicht darum geht, möglichst viele Bilder zu posten und damit Likes und Kommentare zu sammeln.

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