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Präventionsrallye zum Thema Sexting

„Hören Sie mich?“ 
„Nein ...“ Viele Gesichter schauen ratlos auf den Monitor. 
„Ah, ich hab´s! Das war das falsche Mikro! Jetzt klappt es!“ 

Bei der sogenannten „Präventionsrallye“, die die Polizei Hameln mit verschiedenen Kooperationspartner*innen zu Themen wie Suchtprävention oder – wie in unserem Fall – zum Thema Sexting durchführt, gibt es einen neuen Ansatz. Nicht vor Ort, sondern via Skype treffen sich Jugendliche, die an der Rallye teilnehmen, und die Scouts bzw. Teamer*innen von JUUUPORT zum gemeinsamen Austausch. Manchmal gibt es kleinere technische Schwierigkeiten – insgesamt funktioniert das Ganze aber ziemlich gut. 

Wie solch eine Präventionsrallye abläuft, erzählen Schüler*innen der 9. Klasse des Viktoria-Luise-Gymnasium in Hameln. Sie haben im Unterricht einen Fall konstruiert und sollten dann in der Rallye herausfinden, wie sie am besten vorgehen, um das Problem zu lösen. 

Der Fall „Sarah“

Im Rahmen der Präventionsrallye am 19. Februar haben wir verschiedene Anlaufpunkte kennengelernt, die in Fällen von Erpressung in Verbindung mit Sexting aufzusuchen sind. Dem Mädchen Sarah, das wir uns für diese Rallye ausgedacht haben, ist folgendes passiert:

Sarah hat über Tinder einen Jungen kennengelernt, der sie nach einiger Zeit aufgefordert hat, ihm Nacktbilder von sich zu schicken. Sarah ist dieser Forderung nachgegangen und wurde anschließend von dem anonymen Täter erpresst: Sie sollte ihm Geld zahlen. Da Sarah dieses Geld aber nicht aufbringen konnte, wurden die Bilder auf Facebook veröffentlicht. Bald bekamen einige Mitschüler*innen von Sarah die Fotos zu Gesicht und haben sie damit aufgezogen und beleidigt. 

Lösungswege

Um herauszufinden, was man in einer solchen Situation am besten tun kann, haben wir in einem Rollenspiel verschiedene Stationen (z. B. bei Familie im Zentrum, beim Kinderschutzbund oder auch bei der Polizei) besucht. Mit unserer Mitschülerin Lena in der Rolle von Sarah, hatten wir zuerst ein Gespräch über Skype mit Susanne Rödiger von der Beratungsplattform „JUUUPORT“. 

Sarah wurde in dem Gespräch zuerst gut zu geredet, damit sie nicht das Gefühl hatte, schuld an der Situation zu sein. Danach hat sie Tipps erhalten, was sie jetzt tun könnte: Sie sollte sich auf jeden Fall bei Facebook melden, um den Account des Täters sperren und die Bilder löschen zu lassen. Zudem sollte sie sich Unterstützung von Freund*innen und Familie holen und zur Polizei gehen, da offensichtlich ihr Recht am eigenen Bild verletzt wurde. Die Chatverläufe sollte sie auf gar keinen Fall löschen, da sie bei der Polizei als Beweismittel zu gebrauchen seien. Auch könnte sie bei der Telefonseelsorge anrufen, sollte es ihr psychisch nicht gut gehen. Diese Telefonate seien kostenlos und könnten auch anonym geführt werden. 

Erste Hilfe im Web

Das Gespräch mit Susanne Rödiger von JUUUPORT haben wir als sehr hilfreich empfunden, da sie sehr nett und sympathisch war, sodass Lena sich in ihrer Rolle als Sarah sichtlich entspannt hat und auch von einem solchen Gefühl berichtet hat. 

Wenn man ein echtes Problem hat, kann man sich jederzeit online auf der Website von JUUUPORT melden und jugendliche Scouts antworten innerhalb von 48 Stunden auf die Anfrage und geben Hinweise, wie gehandelt werden kann oder bestärken die Betroffenen einfach, damit diese sich nicht allein gelassen werden oder sich schuldig an ihrer Situation fühlen. 

Gut zu wissen …

Wir finden es sehr gut, jetzt zu wissen, was wir bei Erpressung (nach Sexting) machen können. Und auch bei anderen Problemen wüssten wir nun, wie erste hilfreiche Schritte aussehen könnten. Und besonders beruhigend ist, dass wir jederzeit andere Jugendliche bei JUUUPORT um Rat fragen können. :-)

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