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Verführerisch einfach: Onlineshopping

Nur ein Klick und schon liegt der neue Pullover in meinem Warenkorb. Wenn ich schon mal dabei bin, könnte ich ja gleich auch noch die Schuhe mitbestellen, die ich mir schon so lange wünsche. Und die Kette, den Schal, die Kopfhörer, und und und …

Onlineshopping ist kinderleicht und verführerisch. Die Auswahl ist riesig und die Bestellung wird direkt nachhause geliefert. Wie praktisch. Außerdem werden einem, nachdem man sich ein Kleidungsstück angeschaut hat, gleich weitere, passende Teile vorgeschlagen, die auch noch bestens zum neuen Outfit passen würden. Theoretisch könnte man unendlich weitershoppen. Es gibt immer noch coolere, angesagtere, stylischere Sachen.

Die Onlineshops nutzen genau das für sich. Sie animieren zum Geldausgeben, wodurch natürlich sie selbst als Unternehmen Gewinn machen. Doch was ist mit den Kundinnen und Kunden? Welche Vor- und Nachteile haben sie beim digitalen Bummeln?

 

Immer verfügbar, unendlich viel Auswahl

Onlineshopping macht Spaß und ist im Vergleich zum Einkaufen in der überfüllten City oft auch deutlich stressfreier. Man muss nicht erst in die Stadt fahren, sich nicht durch enge Straßen drängen oder an lange Kassenschlangen anstellen. Es spart Zeit und Nerven. Außerdem kann man einkaufen wann und wo man möchte – das Smartphone, das Tablet und der Laptop sind der mobile Zugang zu allen Onlineshops. Man muss sich nicht nach Geschäftszeiten richten: Shopping rund um die Uhr.

Praktisch ist auch, dass man Preise online sehr einfach vergleichen kann und nicht extra von Geschäft zu Geschäft laufen muss, um zu schauen, wo die Sneakers nun am günstigsten sind. Online gibt es ein riesiges Angebot, man bekommt so gut wie alles und dazu oft noch eine ausführliche Produktbeschreibung und Erfahrungsberichte von anderen Kundinnen und Kunden. Das ist hilfreich, um vorab die Qualität, die Passform, etc. beurteilen zu können und nicht das Gefühl zu haben, ein Verkäufer „schwatze“ einem etwas auf, weil er natürlich seine Ware verkaufen will.

 

Unpersönlich, Überangebot, Kaufsucht

Genau diese Tipps von anderen Usern können aber auch verwirren – denn jeder hat nun mal einen anderen Geschmack, eine andere Figur, andere Vorlieben. Somit sind die Beurteilungen nie wirklich objektiv. Dementsprechend können Sternchen oder kurze Bewertungen eine persönliche Beratung durch einen guten Verkäufer vor Ort kaum ersetzen. Die Bequemlichkeit, durch Klicks zu shoppen, bezahlt man mit höheren Kosten – zum Beispiel durch die Versandkosten, die bei vielen Shops bezahlt werden müssen. Ggf. können diese aber auch geringer sein, als wenn man selbst in die Stadt fahren würde – je nachdem, wo man wohnt und wie weit es zum entsprechenden Geschäft ist.

Beim Onlineshopping kann die große Auswahl wie oben beschrieben einerseits toll sein, andererseits aber auch überfordern. Denn man hat es faktisch mit einem absoluten Überangebot zu tun, das theoretisch unendlich ist: Wenn ich in dem einen Shop nicht fündig werde, suche ich einfach in einem anderen weiter nach passenden Teilen. Im Gegensatz dazu haben Geschäfte in der Stadt immer nur eine bestimmte Auswahl vor Ort, was das Ganze übersichtlicher macht. Dieses Überangebot von Online-Artikeln kann das Gefühl hervorrufen, nie genug zu haben. Onlineshopping fördert deshalb z.B. Kaufsucht, weil alles zu jeder Zeit verfügbar und so leicht zu bestellen ist.

Außerdem sollte einem klar sein, dass man durch Onlineshopping den Spaß verpasst, gemeinsam mit Freundinnen und Freunden shoppen zu gehen und den Einkaufsbummel zu gemeinsamen Erlebnis zu machen. Online shoppt man meistens allein.

 

Abzocke

In der City kann einem das Portemonnaie geklaut werden – im Internet besteht die Gefahr, abgezockt zu werden. Zum Beispiel indem man bei aus Versehen bei Fake-Shops einkauft, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt (es besteht nur eine Website, die vorgibt, etwas zu verkaufen) und, wo die Ware niemals ankommt. Oder statt der versprochenen Markenware erhält man ein gefälschtes Produkt.

Auch sind viele Internetprofile nicht geschützt, auch wenn die Nutzer sorgsam mit ihren Daten umgehen. Sensible Daten und Login-Informationen werden von Cyberkriminellen gehackt, es wird mit ihnen gehandelt und am Ende werden sie verkauft. Die Anbieter dieser gehackten Accounts kommen durch Phishing-Mails, PC-Viren oder durch das Hacken von Datenbanken an die Nutzerdaten und sind persönlich kaum fassbar, weil sie ihre eigenen Daten anonymisieren. Einige solcher Anbieter sind seit Jahren im kriminellen Online-Geschäft. Die gekauften Accounts dienen dazu, auf fremde Kosten einzukaufen. Das Gefährliche an einem Datenraub ist: Viele benutzen dasselbe Passwort für verschiedene Onlineshops. Somit öffnen sie Hackern beinahe überall die Türen zu ihren Accounts.

 

Unsere Tipps:

  • Kaufe am besten nur bei bekannten Onlineshops ein, die ein Zertifikat besitzen.
  • Es gibt zum Beispiel die Zertifikate Trusted Shops, EHI oder das TÜV-Siegel. Ist eines dieser Siegel vorhanden, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Geprüft werden Shops auf Preistransparenz, Lieferbedingungen und Datenschutz.
  • Wenn Du den Onlineshop nicht kennst und trotzdem dort einkaufen möchtest, solltest du erst einmal recherchieren: Gibt es schlechte Erfahrungen mit diesem Shop? Und wird auf der Homepage folgendes angegeben: Firmennamen, Ansprechpartner, Anschrift und Telefonnummer. So kann man im Notfall Kontakt aufnehmen.
  • Vorsicht bei Angeboten in Onlineshops wie ebay Kleinanzeigen oder Kleiderkreisel, wo private Personen Sachen verkaufen oder tauschen. Am besten hier nur bei  Nutzerinnen und Nutzern kaufen, die schon (positive) Bewertungen haben.
  • Achte auf die Angabe „https“ vor der E-Mail-Adresse. Das bedeutet, dass die Website oder der Shop über ein SSL-Zertifikat verfügt. Dank SSL-Zertifikaten werden deine Daten verschlüsselt. Das ist bei jeder Website, auf der persönliche Daten eingeben müssen, besonders wichtig, vor allem dann, wenn es sich dabei um einen Onlineshop handelt. Bei Onlineshops ohne diese Verschlüsselung besteht die Gefahr, dass Kriminelle an Daten wie Adresse, Kreditkarteninformationen, Bankverbindung, etc. gelangen.
  • Halte deinen Computer/Laptop auf dem aktuellen Stand und aktiviere ein Anti-Virus-Programm. So ist er geschützt.
  • Verwende sichere Zahlungsmethoden. Neben Lastschrift, Kauf auf Rechnung oder Vorabüberweisung bieten Online-Bezahldienste wie Paypal oder Paydirekt eine sichere und schnelle Bezahlung. Kundenfreundlich ist auch das Bezahlen per Rechnung. Fragwürdig sind Angebote nur gegen Vorkasse. Außerdem darf ein Online-Einkauf nicht von der Nutzung bestimmter kostenpflichtiger Zahlungsweisen abhängig gemacht werden. Eine ausführliche Auflistung der einzelnen Zahlsysteme gibt es hier.
  • Verwende verschiedene Passwörter für verschiedene Shops, sodass im Fall der Fälle nicht alle Accounts geknackt sind.

 

 

Quellen:
www.sicherdigital.de/infos-fuer-jugendliche/onlineshopping-bezahlsysteme-sicherheit-jugendliche
www.news.at/a/online-shopping-gefahren
de.norton.com/norton-blog/2016/03/mit_diesen_tippssho.html
www.bild.de/ratgeber/leben-und-wissen-verbraucherportal/online-shopping/online-shopping-kaufen-im-internet-41042788.bild.html
www.stern.de/tv/handel-mit-gestohlenen-online-accounts--so-erhalten-fremde-zugriff-auf-ihre-shopping-konten-6677506.html
www.fr-online.de/wirtschaft/shopping-ist-es--kaufsucht-,1472780,32231696.html

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