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Dein Schutz im Web
 

Facebook - Deine Daten richtig schützen

Vier Jugendliche strecken freudig die Arme in die Höhe, vor ihnen auf dem Tisch steht ein Laptop

Foto: ©istockphoto.com/ nullplus

Seit Wochen steht die Online-Community Facebook wegen des vor allem in Deutschland als lasch bemängelten Datenschutzes in der Kritik. Facebook besserte immer wieder nach. Heraus-gekommen ist ein eher komplexes (Privatsphäre-) Einstellungs-System. Richtig angewendet, hat man damit aber gute Möglichkeiten, Privates auch wirklich nur den Leuten zugänglich zu machen, für die es bestimmt ist. Wir zeigen dir die wichtigsten Einstellungen!

 

Von Haus aus keine Beschränkungen

Auf Privatsphäre achten

Wer ist eigentlich was auf Facebook?

Dein Facebookprofil: Allgemeine Informationen

Dein Facebookprofil: Benutzerdefinierte Einstellungen

Anwendungen, Spiele und Webseiten

Die Freunde: ab auf die Liste

Wichtig: Informationen, die durch deine Freunde zugänglich sind

Von Haus aus keine Beschränkungen

Wenn du bisher an deinen Einstellungen nichts verändert hast, raten wir dir, das schleunigst nachzuholen. Denn im normalen Modus sind alle Informationen deines Profils bei Facebook für jeden zu sehen – andere registrierte oder sogar nicht registrierte Facebook-Besucher und Suchmaschinen. Das gilt auch für Fotos der letzten Party, die du veröffentlichst, oder andere intime Details wie beispielsweise deinen Beziehungsstatus. Du musst selbst aktiv werden und die Zugänge zu deinem Profil einschränken.

Auf Privatsphäre achten

Sich darstellen, aber auch nicht zu viel von sich verraten – manchmal ist das gar nicht so einfach. Letztlich musst du selbst entscheiden, wie viel du anderen (Fremde, Freunde) von dir preisgeben willst. Im Zweifelsfall solltest du immer auf Nummer sicher gehen und lieber etwas mehr einschränken. Bevor du etwas postest oder etwas über dich verrätst, ist es immer ratsam, dass du dir vorher Gedanken darüber zu machen, ob du auch im „real life“ dazu stehst. Denn so abgedroschen es manchmal klingt: Das Netz vergisst nichts, und irgendwer zieht immer einen Screenshot aus der Tasche. ☺

Wer ist eigentlich was auf Facebook?

Spätestens bei den Privatsphäre-Einstellungen wirst du feststellen, dass Facebook die Nutzer in verschiedene Gruppen einteilt. Bevor du selbst alle Einstellungen vornimmst, sollte klar sein, wer eigentlich genau zu welcher Gruppe gehört:

Alle:
Wie der Name schon sagt – alle sind wirklich alle Nutzer der Welt, die theoretisch auf Facebook gehen und dein Profil aufrufen können. Dafür muss man nicht mal registriert sein, denn alle Seiten auf Facebook sind für jeden frei zugänglich, solange sie nicht extra eingeschränkt werden.

Nur Freunde:
Freunde sind alle, mit denen du dich auf Facebook vernetzt hast. Alles, was du „nur Freunden“ zugänglich machst, können auch nur diese sehen.

Freunde von Freunden:
Hier erweitert sich der Kreis schlagartig, denn alle Informationen können sowohl von Freunden, als auch von deren Freunden eingesehen werden. Die Freunde der Freunde deiner Freunde wiederum sind hiervon ausgeschlossen, da geht es nicht weiter.

Benutzerdefiniert:
Du kannst selbst bestimmen, wen du die Information lesen lässt. Dabei wählst du entweder einzelne Freunde aus oder du benutzt eine deiner Freunde-Listen.

Ansicht der Privatsphäre-Einstellungen in facebook: Inhalte auf Facebook teilen mit Allen, Freunden, Nur Freunden oder Benutzerdefiniert

Screenshot Facebook: Inhalte auf Facebook teilen

Dein Facebook-Profil: Allgemeine Informationen

In den Privatsphäre-Einstellungen findest du alles, was du brauchst, um genau zu definieren, wer was von dir wissen darf. Zuerst sind die „Allgemeinen Informationen“ dran. Du findest sie unter

Konto -> Privatsphäre-Einstellungen
(im ersten Absatz „Allgemeine Informationen“ klickst du am Ende des Absatzes auf „Einstellungen anzeigen“).

In den jeweiligen Buttons neben den einzuschränkenden Möglichkeiten befinden sich Pull-Down-Menüs, in denen du Einstellungen vornehmen kannst.

Dein Facebookprofil: Benutzerdefinierte Einstellungen

Ebenfalls unter

Konto ->Privatsphäre-Einstellungen

 findest du im zweiten Absatz unter „Inhalte auf Facebook teilen“ weitere Möglichkeiten, den Zugang zu Informationen in deinem Nutzerprofil für andere einzuschränken. Facebook zeigt dir in der Tabelle, welche Nutzergruppe was von dir sehen kann – und empfiehlt dir auch gleich eine Einstellung. Am sinnvollsten ist auch hier, wenn du deine individuellen Vorgaben machst. Dafür klickst du links direkt unter der Tabelle auf „Benutzerdefinierte Einstellungen“ und triffst auf der dann folgenden Seite deine Auswahl. Dann kannst du dir auch sicher sein, dass alle Einstellungen deinen Vorstellungen entsprechen.

Ansicht der Privatsphäre-Einstellungen in Facebook: Benutzerdefinierte Einstellungen

Screenshot Facebook: Benutzerdefinierte Einstellungen

 

Anwendungen, Spiele und Webseiten

Wenn du auf Facebook Spiele und Anwendungen benutzt, gewährst du damit Zugriff auf dein Profil. Theoretisch können dadurch Dritte Zugang zu deinen Daten bekommen! Das kannst du unterbinden, indem du auf

Konto ->Privatsphäre-Einstellungen



ganz unten links unter „Anwendungen und Webseiten“ auf „Bearbeite deine Einstellungen“ klickst. Auch hier hast du die Möglichkeit, Zugriffe auf dein Profil einzugrenzen. Bedenke aber auch immer: Je mehr Anwendungen, Spiele etc. du verwendest, desto „transparenter“ machst du dich.

Die Freunde: ab auf die Liste

Die Anzahl der Leute, mit denen du dich bei Facebook vernetzen kannst – die Freunde – bewegt sich schnell mal im dreistelligen Bereich. Aber zweihundert enge Freunde, mit denen man alle Informationen teilt, haben wohl die wenigsten. Wenn du Freundeslisten anlegst (und pflegst! ☺), kannst du besser kontrollieren, wer was von dir erfährt. Unter

Konto -> Freunde bearbeiten

gelangst du zur Freunde-Übersicht. Hier kannst du eigene Listen erstellen und deine Freunde diesen Listen zuweisen. Es ist auch möglich, Personen mehreren Listen zuzuordnen. Dann gilt für die Person immer die übergeordnete Einschränkung:

Nehmen wir an, du möchtest eine Statusmeldung in deinem Profil nur für Leute auf der von dir erstellten (fiktiven) Liste „Enge Freunde“ sichtbar machen, Freund X ist aber sowohl auf der Liste „Enge Freunde“, als auch auf deiner Liste „Schulfreunde“, dann kann Freund X deine Meldung nicht sehen. In so einem Fall könntest du aber Freund X noch zusätzlich auswählen: Leute auf deiner Liste „Enge Freunde“ und Freund X könnten somit deine Statusmeldung sehen – alle anderen nicht.

Wichtig: Informationen, die durch deine Freunde zugänglich sind

Alle Vorsichtsmaßnahmen nützen dir nichts, wenn Facebook-Freunde Anwendungen benutzen, die dann auch auf dein Profil Zugriff haben. Mittlerweile kannst du das verhindern, indem du in „Anwendungen, Spiele und Webseiten“ unter „Informationen, die durch deine Freunde zugänglich sind“ auf „Einstellungen bearbeiten“ klickst und dort am Besten alle Häkchen entfernst. Nutzername, Profilbild, Geschlecht, Netzwerke und Nutzererkennung werden dabei immer angezeigt, den Rest kannst du eben einschränken.

Ansicht der Privatsphäre-Einstellungen in Facebook: Informationen, die durch Freunde zugänglich gemacht werden

Screenshot Facebook: Anwendungen, Spiele und Webseiten

Wenn du wissen willst, welche Daten Anwendungen von dir „sehen können“, kannst du das beim Facebook-Privacy-Mirror einsehen (dafür musst du dich dann einloggen): Der Privacy-Mirror auf Facebook. Erschreckend, oder? ☺

Adressbücher löschen

Manchmal macht Facebook es dir besonders einfach, indem du zum Beispiel dein Adressbuch aus deinem Webmail-Account oder deinem Handy automatisch von Facebook durchsuchen lassen kannst, um deine Kontakte zu finden. Das ist praktisch, bedeutet aber auch, dass du in dem Moment dein Adressbuch oder Telefonbuch hochlädst. Der Link zum Löschen dieser Daten ist gar nicht so leicht zu finden. Auch wir mussten ein wenig suchen: hier auf Facebook kannst du (wenn du eingeloggt bist), hochgeladene Adressbücher wieder löschen.

Wenn du unsere Tipps - und vielleicht noch einige mehr - beachtest, immer wieder auf Neuerungen in punkto Datenschutz und Privatsphäre achtest (nicht nur auf Facebook, das gilt natürlich auch für alle anderen Communitys, in denen du aktiv bist), trägst du selbst zu deiner eigenen Sicherheit in Netz bei. Übrigens werden keine Facebook-Profile von Minderjährigen in Suchmaschinen gezeigt. Und danach kannst du immer noch alles so einstellen, dass Suchmaschinen dein Profil nicht indexieren.

Weitere Informationen und Hilfestellungen zum Thema Datenschutz auf Facebook:

- http://de-de.facebook.com
 In den Informationen zum Thema Datenschutz wird hier noch mal im Detail erläutert, was du alles selbst einstellen kannst. 

- Privacy-Mirror auf Facebook
 Auf welche Daten von dir können Anwendungen auf Facebook zugreifen?

- Importierte Kontakte entfernen

Löschen von hochgeladenen Adressbüchern und Telefonbüchern auf Facebook

 

Stand: 7. Juni 2010

 

weitere spannende Web-Themen findest du hier



 
 
 

Kommentar von SouthPark

super Artikel, hier noch ein passender Link auf eine gieniale Folge von SouthPark, die heisst You have 0 Friends:

http://www.southpark.de/alleEpisoden/1404/

Von: saschi 10.08.2010, 22:25

 
 
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