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Abzocke in Browsergames?
ZurückHallo,
ich wollte mich bei dem kostenlosen Browsergame Howrse anmleden. Mein Vater war total dagegen. Er sagt das die kostenlose Games nicht wirklich kostenlos sind. Wenn man im Spiel weiter kommen will muss man zB einen Sattel kaufen. Das kostet dann richtiges Geld. Stimmt das? Was habt ihr darüber gehört? Gibt es gute Browserspiele die wirklich umsonst sind?
Liebe Grüsse!
Von: xandra , 18.10.2009, 13:56
Antworter: Adrian , maximax , tobius , Damian , miamia , saschi , Proxy
Tags: browsergames, abzocke
Besucher: 1627
RE: Abzocke in Browsergames?
Hallo Xandra!
Grundsätzlich hat dein Vater recht. Ich kenne kaum ein Onlinegame, bei dem du dir nicht irgendwelche "Zusatzgegenstände" oder "Rechte" mit echtem Geld kaufen kannst. Dies ist jedoch ganz normale Praxis, irgendwie müssen die Betreiber, neben der Werbung, ja auch ihr Geld verdienen. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei den Gegenständen, die man kauft, in der Regel um otionales Zubehör, dass heißt, dass man sie für das Vorankommen im Spiel nicht unbedingt benötigt. Im Zweilfelsfall, kann man sich ja immernoch wieder abmelden...
In der Regel findet die Bezahlung ganz seriös per Überweisung etc. statt, woraufhin du die entsprechenden Gegenstände gutgeschrieben bekommst. Die meisten Onlinegames setzen darauf, dass dir das "normale", kostenlose so gut gefällt, dass du dir freiwillig das Optionale kaufst. Von einer "Abzocke" in Onlinegames habe ich noch nicht gehört, ich möchte sie aber auch nicht ausschließen!
Von dem Onlinegame "Howrse" hab ich noch nichts gehört (was wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass ich mich nicht SOOOO für Pferde interessiere... :D ), kann dir somit auch keine Erfahrungen mitgeben. Laut Impressum sitzt der Bertreiber im Ausland (Frankreich), was jedoch nichts heißen muss.
Für Fragen, Rückmeldungen etc. bin ich immer für dich da!
Liebe Grüße,
Adrian vom Juuuport-Team
Von:
Adrian
18.10.2009, 14:32
RE: Abzocke in Browsergames?
Hallo,
ich kann Adrian nur zum Teil recht geben. Die meisten bekannten Spiele wie wow wickeln ihre Bestellungen zwar seriös ab. Habe zu der Farge von Xandra etwas recherchiert und bin auf eine Warnung der Verbraucherzentrale NRW gestoßen. Betroffen sind va Kinder und va Mädchen. Hier nur ein Ausschnitt aus der Warnung:
Millionen Mitspieler, überwiegend Kinder und Jugendliche, werden
permanent zum Erwerb von magischen Hufeisen oder von
leistungsförderndem Futter für Tiere animiert. Das Bezahlen ist
kinderleicht: Meist reicht ein Anruf oder eine SMS. Ganz Gewiefte
missbrauchen die Kreditkarte der Eltern und zahlen per Internet.
"Dutzende gravierende Fälle" registriert Karin Thomas-Martin von der
Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Die Dunkelziffer ist für die
Expertin "sehr hoch", denn "nur krasse Fälle werden bekannt".
Thomas-Martin etwa kennt einen 12-Jährigen, der die elterliche
Telefonrechnung auf satte 2500 Euro katapultierte.
Das Geld landet beispielsweise bei der Firma Bigpoint, die mit diversen Browsergames auf ihre Seite lockt. Mehr als 85
Millionen Nutzer daddeln nach Firmenangabe Renner wie "Dark Orbit"
(Weltraum) und "Seafight" (Piraten). Und das Geschäft mit den
Ungeduldigen brummt. In diesem Jahr will Bigpoint den Umsatz im
dreistelligen Millionenbereich sehen. Zynisch wirkt es da, wenn Anrufer
an der 1,99-Euro/Minute-Hotline mit dem Satz empfangen werden: "Du hast
den richtigen Riecher für gute Geschäfte."
Abgesehen hat es die Branche auch auf Mädchen. Diverse Rollenspiele
"mit Kuschelfaktor" locken sie an die Monitore. Da ist etwa "Wauies",
ein Spiel mit Hundewelpen, die man laut Werbung "fast wie echte Hunde
großziehen und natürlich auch streicheln" kann.
Stark an den Hype mit japanischen Tamagochis erinnert die Pflege von
"persönlichen Haustieren" wie Hasen und Katzen im Comiclook. Wer sich
nicht ständig um seinen Schützling kümmert - und folglich im Internet
präsent ist -, dem droht der süße Liebling gar zu sterben.
Bisweilen trommeln selbst Prominente für die fragwürdigen Games. Das
Aushängeschild für das Gratis-Spiel "Howrse" beispielsweise gibt Ludger
Beerbaum. Geradezu überschwänglich lobt der vierfache Olympiasieger und
"erfolgreichste deutsche Springreiter" das "denkbar einfache" Spiel,
das "problemlos auch für jüngere Spieler" zu nutzen sei.
"Hervorzuheben" sei obendrein, "dass die Registrierung und viele
Feature kostenlos" seien.
Auch dank Beerbaums Werbe-Parforceritt versucht sich mittlerweile eine
"Community von 1.110.000 Spielern" hierzulande als virtuelle
Pferdezüchter. Wenn das Pixel-Pony in Gefahr gerät, spielen sich wahre
Dramen ab. Sie habe kein Spielgeld mehr, sie habe bereits ihren
gesamten Besitz verkauft, dennoch könne ihre Stute nicht abfohlen,
beklagt Mitspielerin "Mandy" in einem Internetforum ihre Not. Andere
bejammern dort den Tod ihres Lieblings.
Wer sein Pferd wiederbeleben will oder wen ein prächtiger Sattel lockt,
der braucht dafür so genannte Pferdepässe. Einzelne Pässe kosten
zwischen 1,20 und zwei Euro. Dabei übersehen viele gern den kleinen
Hinweis: "Kaufe keine Pässe ohne Erlaubnis Deiner Eltern". Schon drei
braucht es, um die Trächtigkeit einer Stute zu beschleunigen. Posten,
die später auf diversen Rechnungen auftauchen.
Damit nicht genug. Einmal im Rausch werden die Spieler vom Veranstalter
auch zum Rekrutieren neuer Spieler ausgeschickt. "Ich brauche jetzt um
weiter zu kommen einen Paten, sprich ich muss jemanden werben", flehen
"Wörni" und andere "Howrse"-Leidensgenossen in einschlägigen
Internetforen.
Weitere Beispiele findet ihr auf dem Link http://www.vz-nrw.de/UNIQ125605255803642/link620551A.html
Ich halte das für eine große Schweinerei, die nicht geht. Gut dass die Verbraucherzentrale da aktiv wird.
Vielleicht können Leute die das auf juuuport lesen auch etwas dagegen unternehmen?
Gruß maximax
Von:
maximax
20.10.2009, 18:01
RE: Abzocke in Browsergames?
BäÄäms!
Ich glaube, das Problem ist wirklich größer, als wir es uns alle "ausmahlen"! Mit einfachem googeln findet man schon ne ganze menge "Spiele", von denen man besser die Finger lässt...
Hier noch ein ganz interessanter Link zu einem Spiegel-Online-Artikel, der sich mit dem Thema befasst:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,604334,00.html
Vielleicht hat ja irgendwer selbst schon "extreme" Erfahrungen gemacht!?
Bin mal gespannt...
lg,
Adrian
Von:
Adrian
20.10.2009, 21:03
RE: Abzocke in Browsergames?
....das ist ja wirklich eine Scheinerei, ein riesen Skandal, aber bestätigt nur, das was ich im Forum zu World of Warcraft etc gesagt habe. Die Spiele-Industrie macht auf unsere Kosten riesen Geschäfte. Besonders schlimm finde ich, dass hier die Naivität der Kleinen so gnadenlos ausgenutzt wird. Ich finde wir müssen das Problem, wo es nur geht bekannt machen: unter Freunden, in communities.. Habt noch ihr Ideen wie?
Von:
tobius
21.10.2009, 16:34
RE: Abzocke in Browsergames?
Das die Spieleindustrie durch die User sich eine Goldene Nase verdienen ist schon länger bekannt...
Aber wenn man halt immer wieder auf das gleiche Reinfällt ist man ja eigentlich selber Schuld..
Bevor man ein Spiel startet bzw, sich dort Registriert sollte man halt die AGB's lesen und sich mit Freunden und Internet damit befassen
Von:
Damian
24.10.2009, 15:00
RE: Abzocke in Browsergames?
Hi Damian,
hast du schon ein Kind gesehen, das die AGB's liest bzw versteht? Das Erwachsene übers Ohr gehauen werden, ist deren Problem - da hast du schon recht. Hier aber werden Kinder abgezogen, die nicht wollen, dass ihr Hund oder Pferd usw stirbt.
Gruß tobius
Von:
tobius
25.10.2009, 19:00
RE: Abzocke in Browsergames?
Achso.... Stimmt, erwartet man eigentlich nicht von einem Kind....
Dann lass deine Eltern bei der Registrierung dabei sein...
Von:
Damian
26.10.2009, 16:56
Kontrolle
Das allein kann ja auch nicht Sinn der Sache sein, oder? Es ist beides: Die Eltern müssen vor allem bei jüngeren genau hingucken, was sie so alles im Internet machen. Problem kann hier aber sein, dass die Eltern selber keine Ahnung haben. Wenn man etwas bezahlt über das Konto der Eltern: Klar haben Minderjährige oft kein eigenes Konto und so und machen das dann über die Daten der Eltern. Wenn die so leichtisinnig sind, die Kontodaten/Kreditkartendaten rauszugeben, sind sie auch mitschuld daran.
Andererseits muss die SPieleindustrie stärker auf die Kosten aufmerksam machen, die entstehen können. Das gilt ja nicht nur bei Howrse. Und das Bezahlen über sms oder Anruf möglich ist, geht gar nicht! Weil ja jeder mittlerweile ein Handy hat, auch Kinder. Da haben die Eltern ja gar keine Kontrolle mehr. Da kann ja auch der Spieleanbieter gar nicht mehr kontrollieren, ob derjenige, der bezahlt, überhaupt schon Verträge abschließen darf...
Von:
miamia
26.10.2009, 17:14
RE: Abzocke in Browsergames?
...das klingt ja alles übelst! welche Spiele kann ich noch wirklich gratis spielen??? ich kann wirklich nicht so viel kohle ausgeben.
Von:
saschi
30.10.2009, 19:51
RE: Abzocke in Browsergames?
In vielen Online-/Browserspielen gibt es Premiumitems,die kostenlos sind.Ich kenne eig keins,das angeblich kostenlos sein soll,am Ende dann aber doch kostet,um weiterzukommen.Ansonsten einfach des Spiel lassen....es gibt viele gut und kostenlose Browsergames.Google einfach mal,dort gibt es viele Foren,in denen 100%kostenlose Browsergames aufgefürht werden.
Von:
Proxy
31.10.2009, 16:35
Hilfe Virus!!!
RE:
Hey!
Ich kann mir vorstellen, dass das unangenehm ist. Versuch mal, den Verlauf deiner...
(mehr...)
Von: Melissa
07.09.2010, 23:05
Fotos für Arbeitgeber tabu?
RE:
Hi Lola!
Das zu kontrollieren ist meiner Ansicht nach sehr schwierig bis sogar...
(mehr...)
Von: Adrian
01.09.2010, 22:50




